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Marburger Judoka beim größten internationalen Kinder- und Jugendturnier

Die Heusterberg-Geschwister halten auch auf internationaler Bühne beim Adler-Cup gut mit.

Am vergangenen Wochenende öffnete die große Leichtathletikhalle in Frankfurt-Kalbach ihre Tore für „die Weltmeisterschaft der Kinder“, wie eine große deutsche Zeitung den Adler Cup bezeichnete. Dieses renommierte internationale Judo-Turnier mit über hundert teilnehmenden Vereinen und fast 1.700 Athleten aus aller Welt bot unseren Nachwuchskämpfern, auch aus dem Para-Bereich der SSG Blista, die perfekte Bühne, ihr Talent unter Beweis zu stellen.

Mit 8 Judoka, begleitet von den Trainer*innen Yves Pasquay, Matthias Oppel und Tina Heusterberg, reiste die inklusive Marburger Judotruppe am Samstag und Sonntag nach Frankfurt. Die große Halle, acht Kampfflächen und die vielen Sportler aus den verschiedensten Nationen hinterließen bei den Judoka schon zu Beginn Eindruck. Diese Nervosität abzulegen, gelingt gerade unerfahrenen Sportlern nur schwer. Lediglich Malin und Fiete Heusterberg konnten auf ihre Erfahrung zurückgreifen und im Kampf um die Medaillen „mitspielen“.

Am Samstag gingen für die SSG (Sehbehinderten Sportgemeinschaft blista Marburg) Aaron Rottmann und Lukas Riedel auf die Matte. Der frischgebackene Internationale Deutsche Meister im Para-Judo Aaron Rottmann musste auf Grund anderer Altersklassenaufteilung anstatt in der U15 bei den U18er mitkämpfen. Aaron hat bereits Erfahrung und Erfolge im sehenden Judowettkampf sammeln können, aber auf dieser Bühne konnte er keinen Kampf für sich entscheiden. So erging es auch Lukas in der Altersklasse U21.

Am Sonntag kämpften in der Altersklasse U14 Paul Schumacher, Malin und Fiete Heusterberg, Emilian Weiershäuser und Ben Schiefer und in der U18 Bruno Göttlicher. Malin hatte gleich den Eröffnungskampf des Tages gegen eine Kämpferin aus Tschechien und startete direkt mit einem vorzeitigen Sieg im Boden gut in den Wettkampf. Im zweiten Kampf war sie zu unkonzentriert, was direkt mit einer Niederlage bestraft wurde, doch in der Trostrunde fand Malin zu ihrer Stärke zurück und gewann erneut vorzeitig mit einer Kontertechnik. Im nächsten Kampf fiel sie unglücklich auf die Schulter und musste unter Schmerzen den Kampf vorzeitig abbrechen. Am Ende blieb Platz 9 in einer konkurrenzstarken Gruppe.

Auch Fiete ging mit einem souveränen Sieg in den Wettkampf. Im zweiten Kampf unterlag er dann dem späteren Erstplatzierten. Nun hieß es, den langen Weg durch die Trostrunde zu gehen, also mindestens 5 Siege, um noch die Bronzemedaille zu erlangen. Fiete ließ den Kopf nicht hängen und gewann gleich drei Kämpfe hintereinander vorzeitig mit Ippon und schlug auch internationale Judoka. Erst im Kampf um den Einzug ins kleine Finale fand Fiete kein Mittel gegen einen Kämpfer aus Georgien, der sich dann auch Bronze sicherte. Für Fiete war dieser 7. Platz aber ein persönlicher Erfolg und er ging sichtlich stolz und zufrieden mit sich aus diesem Turnier.

Ben Schiefer als vollblinder Judoka konnte in seinem ersten Kampf lange mithalten und unterlag erst im Golden Score nach weiteren 3 Minuten nach der regulären Kampfzeit. Leider gelang ihm in der Trostrunde kein Sieg, was ein vorzeitiges Ausscheiden bedeutete. Auch den anderen Judoka aus Marburg gelang es nicht, einen Kampf für sich zu entscheiden, aber „hervorzuheben ist der Mut, den es braucht, um bei so einem Turnier mitzumachen“ resümierte die Trainerin Tina Heusterberg.

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Eine große Sporthalle mit blauen und gelben Matten, die für Wettkämpfe vorbereitet sind. Aufbau von Tischen und Bildschirmen ist sichtbar. An den Wänden hängen verschiedene Flaggen. Die Decke hat eine moderne Stahlstruktur und ist gut beleuchtet.
Die große Leichtathletikhalle in Frankfurt-Kalbach mit 8 Wettkampfflächen!