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Wir trauern um Sensei Yoshimi Masaki aus Japan

Yoshimi Masaki war 1995 für 4 Monate in Marburg als Gasttrainer tätig.

Yoshimi Masaki, Träger des 8. Dan, ist am 30.08.2026 im Alter von 64 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben. Bis zuletzt war er als Professor der Universität Tenri für den Judosport aktiv und wurde für seine freundliche und hilfsbereite Art weltweit geschätzt.

Unsere Freundschaft zu Yoshimi: 

Seit den 1960er Jahren besteht ein wissenschaftlicher Austausch zwischen der Marburger Universität und der Universität Tenri in Japan. Dieser Austausch wurde auf beiderseitigen Wunsch in den 1990er Jahren ausgeweitet und sollte fachbereichsübergreifend verankert werden.

Um dies zu gewährleisten, machte die Universität Tenri das Angebot, ihren Judo-Cheftrainer für das Sommersemester 1995 nach Marburg zu entsenden, damit er das hiesige Judo-Hochschultraining leitet und so Marburger Studierende aus allen Fachbereichen davon profitieren können. Dies war ein ganz herausragendes Angebot, leitete zu dieser Zeit doch Sensei Yoshimi Masaki das dortige Training, Weltmeister in der Allkategorie 1985.

Yoshimi Masaki kam mit seiner Frau und dem erst wenige Monate alten Baby für 4 Monate nach Marburg und bekam von der Universität im internationalen Studentenwohnheim eine Wohnung gestellt. 

Yoshimi Masaki leitete 4 x pro Woche das Judotraining im Hochschulsport und begleitete die Marburger Judoka zu allen anstehenden Wettkämpfen. Auch außerhalb der Matte war er mit seiner Familie immer ein gern gesehener Gast bei allen geselligen Aktivitäten in der Judogruppe und privat!

So fiel nach 4 Monaten der Abschied allen Beteiligten schwer, aber das Fundament für eine lebenslange Freundschaft war gelegt: Es gab Wiedersehen bei den Weltmeisterschaften 1997 in Paris, 1999 in Birmingham und 2001 in München, wo jeweils ein Marburger Freundeskreis hinfuhr, um auch Yoshimi abseits der Matte wiederzusehen.     

Auch Yoshimi Masaki kam noch zweimal nach Marburg zu Besuch, 2009 und nochmals 2012, um seine alte Wirkungsstätte zu besuchen und seine Marburger Freunde wiederzutreffen.

Natürlich gab es von unserer Seite auch immer wieder Gegenbesuche bei ihm in Tenri, mal privat, mal auch offiziell als Teil einer Marburger Delegation, die den Austausch mit der Universität fortführt.

Wir sind bestürzt über seinen plötzlichen Tod und möchten der Familie und engen Weggefährten unser tiefes Mitgefühl ausdrücken.   

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